Rock für Lydia

 

Rock fuer LydiaFür Anfänger mit einer Hemmschwelle so hoch wie der Berliner Fernsehturm empfiehlt es sich eigentlich immer, erst einmal einen Rock zu nähen. Am besten sogar ein Rock für ein Kind, wo es nicht so auf Genauigkeit ankommt und sich durch ein auffälliges Muster kleine Fehler kaschieren lassen. So ist ein schnelles Erfolgserlebnis fast garantiert. Ich habe dennoch fast drei Stunden gebraucht. Vielleicht lag es am Tee, am Kuchenessen oder einfach daran, dass ich mir die Zeit dafür einfach mal gegönnt habe.

Die Anregung für diesen Kinderrock stammt aus dem Buch Rock Festival von Mme Zsazsa. Was mir an diesem Modell am besten gefallen hat: Es gibt dazu kein Schnittmuster! Das lästige Durchpausen und Schnippeln fällt weg. Wie man sieht, besteht der Rock aus zwei Teilen: Dem Bund und dem eigentlichen Rock. Es reicht vollkommen aus, das Kind an drei Stellen mal kurz abzumessen: Taille, Hüfte und von der Taille bis zum Knie. Und wenn man einen stabilen Baumwollstoff nimmt, kann einem beim Nähen auf der Maschine auch nichts wegrutschen.

Die Schwierigkeit für mich bestand darin, den Rock gleichmäßig an den Bund zu nähen. Ich habe zwar die Anleitung befolgt, aber irgendwie ist es mir nicht ganz gelungen. Der Bündchenstoff muss dabei nämlich gedehnt werden und mir fehlt schlicht die Übung. Als ich wieder am Anfang der Naht ankam, musste ich den Stoff schon sehr raffen.

Bei meiner selbstgenähten Jogginghose ist mir dasselbe Malheur passiert. Im Grunde genommen hätte ich die Naht wieder auftrennen müssen, aber ich wollte den Rock an dem Sonntag noch fertig machen.

Wie man sieht, ist das Kind damit trotzdem ganz zufrieden.

S.

Die Anleitung ist aus folgendem empfehlenswerten Buch:

Mme Zsazsa: Rock Festival. Fabelhafte Modelle zum Nähen für Groß und Klein. Bassermann Inspiration. München, 2013. 160 Seiten