Maschinenpflege

 

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Gerade Nähanfänger sind sich unsicher, wie sie ihre Maschine pflegen sollen. Dabei ist es im Grunde ganz einfach. Zu beachten sind lediglich ein paar einfache Faustregeln.

Maschinennadel

Die Nadel sollte generell alle drei bis vier Wochen ausgetauscht werden; das entspricht in etwa sechs Stunden reiner Nähzeit. Ein Nadelwechsel ist auch dann ratsam, wenn die Maschine anfängt, zu hämmern oder Löcher in den Stoff stanzt. Manche Hobbyschneider wechseln grundsätzlich nach jedem Projekt die Nadel, z.B. wenn ein Quilt fertig geworden ist.

Jede Maschinennadel ist anders. Für Jeansstoff sollte z.B. eine spezielle Nadel für Denim eingesetzt werden. Es gibt 10-15 verschiedene Nadelarten. Je schwerer der Stoff, desto dicker sollte auch die Nadel sein. Meistens reicht eine Universalnadel völlig aus. Vor jedem Nähprojekt sollte die Nadel ausprobiert werden – und zwar mit dem Stoff des Nähprojektes. Nur so ist zu erkennen, ob man die richtige Stärke ausgesucht hat, und die Nadel beispielsweise keine unschönen Löcher in das Gewebe reißt.

Öl

Zum Glück müssen moderne Nähmaschinen selten geölt werden. Die Nadelstange sollte alle zwölf Monate einen kleinen Tropfen Öl abbekommen, die Mitte der Spurenkapsel ebenso. Am besten die Anleitung der Nähmaschine nochmal durchlesen. Es gibt spezielles Nähmaschinenöl, also nicht das griffbereite Speiseöl verwenden, da dadurch die Maschine sogar langsamer werden könnte. Aber Achtung: Es gibt auch Nähmaschinen, die nicht geölt werden dürfen. Auf jeden Fall also die Bedienungsanleitung des Herstellers konsultieren.

Stichplatte

Ab und zu sollte zur Entfernung von Fusseln die Stichplatte abgeschraubt werden. Am besten auch hier wieder die Bedienungsanleitung beachten. Es reicht vollkommen, mit dem Staubsauger den Fluseln, Staub etc. zu entfernen. Eine kleine Bürste ist ebenfalls hilfreich. Profis verwenden einen kleinen Druckluftreiniger. Hinein zu pusten ist vor allem für moderne, sensible Maschinen aufgrund der im Hauch enthaltenen Feuchtigkeit nicht geeignet.

Wenn es rattert

Klingt die Maschine bald wie ein Motorrad? Gleich nach der Nadel sehen: Falsches Einfädeln zählt zu den häufigsten Ursachen. Der Bereich um die Spulenkapsel sollte möglichst sauber gehalten werden. Eine Nähmaschine sollte alle 12-18 Monate zur regulären Wartung in die Werkstatt gebracht werden. Dadurch können kleine Probleme behoben werde, bevor ein echter Notfall entsteht.

Garn

Die Garnqualität hat einen großen Einfluss auf die Nähleistung. Billiges Garn ist ungleichmäßig gesponnen, es fusselt und reißt daher leichter. Garn von minderer Qualität verursacht eher Probleme mit der Fadenspannung in den Spannscheiben der Maschine. Hochwertiges Garn besteht aus längeren Einzelfasern, es fusselt weniger, ist strapazierfähiger und reißt nicht so leicht.

Stecknadeln

Näht man über eine Stecknadel hinweg, kann die Nähnadel brechen. Worst case ist allerdings, dass die Nadel in den Spulenkapselraum gepresst wird, und in diesem empfindlichen Bereich Schaden anrichtet, den nur eine Werkstatt wieder beheben kann – und das kann dann schon mal kostspielig werden. Wenn man also unbedingt beim Nähen die Nadeln stecken lassen will, dann ist es besser, Stecknadeln immer der Länge nach festzustecken. Lieber an den Stecknadeln entlang nähen als darüber hinweg.

S.